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Vom Bild zur Lyrik, und umgekehrt:
Meine ersten Gedichte und Märchen habe ich mit 17 Jahren verfasst. Aber wie es oft auch mit anderen Dingen geht, verlor sich das
Interesse im Laufe der Zeit und geriet dann sogar völlig in Vergessenheit. Erst durch die Fotografie fand ich wieder Zugang: meine
Gefühle beim Fotografieren - wenn ich zum Beispiel versuchte, die Großartigkeit einer
Landschaft oder die Einmaligkeit einer Lichtstimmung bildlich festzuhalten
- formten in meinem Kopf
Worte, oft nur aus Fragmenten bestehend. Das fertige Foto und die
Erinnerung an die Situation seiner Entstehung ermöglichten es mir dann, diesen Wortfragmenten eine Form zu geben und das Gedicht zu formulieren.
Ich schreibe über Gefühle wie Dankbarkeit, Freude, Sehnsucht, Hoffnung, Liebe und Glück, ebenso wie über Trauer, Wehmut, Angst, Abschied, Verlust und Enttäuschungen. Darüber haben so viele große Dichter ganz
hervorragende Werke verfasst, die ich immer wieder bewundere und gerne lese. Und dennoch sind meine Gedichte
für mich etwas Besonderes, denn nur mit ihnen verbinde ich ganz persönliche Erlebnisse und Emotionen, ebenso wie mit meinen Fotos.
Alleine dadurch haben sie eine große Bedeutung für mich, und zwar
ganz unabhängig von jeder Wertung.
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