|
Gedanken zur Makrofotografie:
Es hat lange gedauert, bis ich mich da so richtig heran getraut
habe. Obwohl ich Nahaufnahmen schon immer sehr faszinierend fand,
hatte ich meistens Schwierigkeiten zu entscheiden, wo die Schärfe
liegen soll und was von diesem eingegrenzten Blickfeld
aufs Foto soll.
Vor allem bei Makros in der Natur ist es nicht immer leicht, alle
Bildebenen miteinander in Einklang zu bringen. Je nach verwendeter
Brennweite und Kameraeinstellung wird z.B. aus der Wiese hinter dem
Frosch ein abstrakt wirkendes Linienwirrwarr oder aus dem leuchtenden strukturreichen Herbstlaub eine homogene farbige Fläche. Im Gegensatz dazu
lässt sich leider oft der Hintergrund nicht gut integrieren, er
erscheint unruhig und ablenkend. So manches Mal schon habe ich ein
schönes Motiv entdeckt, das Stativ ausgerichtet und immer wieder
feinjustiert, aber letztendlich nicht ein einziges Foto gemacht,
einfach weil das Umfeld nicht passte.
Hauptmotiv, Vorder- und Hintergrund sollten als Komposition wirken und beeindrucken. Es ist die Aufgabe des Fotografen, die wichtigen Bildelemente leicht zugänglich zu machen und ein "tiefes" Bild zu gestalten. Mittlerweile gebe ich meine Erfahrung und mein Wissen zur Makrofotografie im allgemeinen, und meine Sehweise im besonderen, auch in Workshops weiter.
|